SECTION 01 // PROJECT SPECIFICATIONS

ESCAPIST // DUC BAO BUI

AUDIO ALS STRUKTURELLE KRAFT IM MOTION DESIGN

Wie lassen sich musikalische Strukturen als relationale Kräfte visualisieren, die Körper nicht bewegen, sondern positionieren, binden und destabilisieren?

AUTOR
Duc Bao Bui
BETREUUNG
Prof. Stefan Kim
BASIS
Duckwrth — Escapist
PARADIGMA
Visuelle Emergenz statt Narration

SECTION 02 // FINAL FILM & RELATIONAL STATES

FILM 01 // MUSIC AS RELATIONAL FORCE — 02:30 MIN
Fragmentierter Körper in einem orangefarbenen Feld während der Formation-Phase
FIG. 01 // FORMATION — BODY UNDER EXTERNAL FORCES
Körperfigur mit cyanfarbenen Echo- und Tracer-Linien während der Vibrance-Phase
FIG. 02 // VIBRANCE — ORDER BECOMES RESONANCE

SECTION 03 // SYSTEM DESIGN & AUDIO TRANSLATION

Dieses Projekt liest Musik nicht als lineare Erzählung, sondern als relationales System, das Körper, Raum und Bewegung strukturiert. Statt Musik zu illustrieren, wird sie als algorithmische Ordnung verstanden, die Nähe, Distanz, Rhythmus und Dichte organisiert.

Der Körper fungiert nicht als Repräsentation einer Person, sondern als Interface: Er ist Träger von Parametern, Projektionsfläche von Rhythmus und Resonanzraum für spektrale Veränderungen.

01 // EREIGNIS — DRUMS
Impuls, Unterbrechung und Rhythmus werden in formale, modulare Bildsysteme übersetzt.
02 // ATMOSPHÄRE — HARMONICS
Dichte, Kontinuität und fließende Übergänge ko-regulieren die räumliche Verteilung.
03 // SPANNUNG — MELODY
Richtung, Drift und Spannungsführung destabilisieren die algorithmische Ordnung.

[ AUDIO TRANSLATION MODEL // MOVE TO MODULATE ]

FIELD STATE // FORMATION

SECTION 04 // FINDINGS & RELATIONAL PHASES

01 // FORMATION

Formatierung vor Ausdruck

Drum-Rhythmus und Ereignisdichte organisieren den Körper als asymmetrisches Aggregat durch Attraction, Felder und Raster.

02 // VIBRANCE

Ordnung wird Resonanz

Echo-, Tracer- und EQ-Mechaniken koppeln spektrale Veränderungen direkt an visuelle Parameter.

03 // REPHASE

Stabilität bewusst brechen

Fragmentierung und Unberechenbarkeit formulieren Eskapismus als temporären Zustandswechsel statt als auflösende Lösung.

Zwei fragmentierte Körperfiguren im Rephase-Zustand
FIG. 03 // REPHASE — FRAGMENTATION AS TEMPORARY STATE CHANGE

PROCESS & REDUCTION // RESEARCH PRACTICE

Animatics, Styleframes und generative Bildexperimente untersuchten Rhythmus, Dichte und relationale Wirkung. Bewusstes Weglassen wurde als ethische und gestalterische Setzung verstanden, nicht als reine Montage.

Das System bietet Potenzial für XR, interaktive Visuals und performative Interfaces, in denen Klang Verhalten steuert, statt lediglich Bilder zu begleiten.